Tanzland – Weitere 10 Gastspielkooperationen von INTHEGA-Mitgliedern

29. September 2021

Tanzland-Logo 2021Kulturstiftung des Bundes fördert im Programm Tanzland weitere 10 Gastspielkooperationen von INTHEGA-Mitgliedern mit insgesamt 1,18 Mio. Euro

Mit Tanzland – Programm für Gastspielkooperationen möchte die Kulturstiftung des Bundes die Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes auch jenseits der etablierten Tanzzentren sichtbar machen: Seit 2017 fördert das Programm Gastspiele von Tanzensembles in Gastspielhäusern außerhalb der Metropolen. Die Fachjury von Tanzland hat auf ihrer jüngsten Sitzung 10 weitere Kooperationen für eine Förderung mit einem Fördervolumen von 1,18 Mio. Euro empfohlen: Beteiligt sind dabei 14 Gastspielhäuser der INTHEGA (Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e.V.) in kleineren und mittleren Städten sowie 14 Ensembles, die in Tandem- oder Netzwerkpartnerschaften gemeinsam über mehrere Spielzeiten miteinander kooperieren.

Gefördert werden die folgenden Kooperationen:

  • Stadt Bad Oldesloe – Ensemble Jenny Beyer
  • Stadt Aalen und theater itzehoe – Delattre Dance Company
  • Landkreis Miltenberg – Emanuele Soavi incompany
  • Stadt Idar-Oberstein – Sebastian Weber Dance Company
  • Stadttheater Herford und Ernst-Barlach-Theater Güstrow – Deutschen Tanzkompanie und Overhead Project
  • Veranstaltungsforum Fürstenfeld – tanzmainz, Saarländisches Staatsballett und Hessisches Staatsballett
  • Stadt Heidenheim – Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz
  • Parktheater Iserlohn und Teo Otto Theater Remscheid – Of Curious Nature
  • TauberPhilharmonie Weikersheim – Patricia Carolin Mai und laborgras GbR
  • k1 Traunreut und Stadt Biberach – TANZ THEATER PFORZHEIM

Die Tanzensembles spiegeln stilistisch die große Vielfalt der Sparte: von Tanztheater über Urban Dance und Stepptanz bis hin zu interaktiven oder experimentellen zeitgenössischen Formaten. Alle geförderten Kooperationen wollen mit ausgefeilten Vermittlungskonzepten das örtliche Publikum für den zeitgenössischen Tanz gewinnen, der als Sparte an vielen der beteiligten Orte bisher noch nicht etabliert ist. Häufig erweist sich dabei das Verhältnis von Tanz und Musik als Türöffner, insbesondere an Orten, an denen Konzert und Musiktheater traditionell eine wichtige Rolle spielen, so z. B.in Bad Oldesloe, in der Festspielstadt Heidenheim und in der TauberPhilharmonie Weikersheim. Als weiteres Medium der Vermittlung fungiert die Fotografie, welche beispielsweise bei den Kooperationen Miltenberg – Emanuele Soavi und Traunreut –Biberach – TANZ THEATER PFORZHEIM über partizipative Fotoprojekte Zugang zum Tanz ermöglicht.

Allen Gastspielkooperationen gemein ist die Einbeziehung des öffentlichen Stadtraums, was zugleich den Umwälzungen durch die Corona-Pandemie und einem übergeordneten Trend im aktuellen Bühnengeschehen geschuldet ist. Bespielt werden neben öffentlichen Plätzen auch besondere Spielorte, u. a. eine Kirche und ein Rathaus im Landkreis Miltenberg, sowie eine mobile Bühne des Ensembles Of Curious Nature. Projektübergreifend hervorzuheben sind ebenso der besondere Fokus auf Kinder und Jugendliche sowie Senioren als Zielgruppen von meist bewegungsorientierten Vermittlungsformaten, aber auch die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren wie Tanzschulen, Sportvereinen wie Box- und Rope-Skipping-Clubs, Amateurtheatern, Musik- und Volkshochschulen.
Ausführliche Informationen zu allen geförderten Projekten unter www.kulturstiftung-des-bundes.de/tanzland und unter #tanzland in den Social Media.

Seit 2017 förderte die Kulturstiftung des Bundes im Programm Tanzland bereits 55 Gastspiele mit einem Fördervolumen von 2,4 Mio. Euro. Die rund 400 Gastspielhäuser der INTHEGA sind im Rahmen der zweiten Förderrunde im Programm Tanzland mit Antragsschluss am 15. Juli 2022 erneut zur Antragstellung aufgefordert. In Städten und Regionen, die nicht über Häuser mit eigenen, festen Ensembles verfügen, bestimmen sie mit ihrem Programm ganz wesentlich das Kulturangebot im Bereich Theater und Tanz. Das Programm Tanzland steht somit auch im Kontext einer verstärkten kulturpolitischen Aufmerksamkeit für ländliche Räume.